Impuls

Wohnung nehmen

 

Seit kurzem ist unsere Tochter Damaris wieder zurück aus Füssen, da sie nun bis September Pause hat, bevor es dort mit der Bibelschule weitergeht. Doch bis September gibt es noch eine Herausforderung: Eine Wohnung dort zu finden. Seither war sie im Wohnheim mit vielen anderen zusammen. Jetzt aber braucht es in Füssen eine eigene Wohnung um gemeinsam mit einigen anderen dort irgendwo unterzukommen. Anfang dieser Woche dann, kam Bewegung in die Sache! Da hatte jemand von den Mädels ein Wohnungs-Inserat entdeckt und gleich auch Kontakt aufgenommen um an weitere Details dieser Wohnung zu kommen. Die zig Bilder von der Wohnung waren überwältigend. Genau das passende für die Gruppe! Direkt im Stadtzentrum, Altbau, aber sah echt klasse renoviert aus. Mit so viel Liebe zum Detail. Die Hoffnung war unbändig und es wurde noch spät in der Nacht die ganz Gruppe zusammengetrommelt um in einem Onlinemeeting diese Neuigkeit zu teilen.

Als die vielen Infos aus der Email jedoch im Detail angeschaut wurden, kamen so langsam doch Zweifel auf: Weshalb wurden darin so viele Erklärungen aufgeführt und gar mit Doktortitel und einem Bild des Personalausweises so intensiv um Vertrauen geworben? Zudem wurde gedrängt und mit rotem Text eine sehr beträchtliche Vorauszahlung samt Kaution innerhalb der nächsten 24 Stunden verlangt? Dann wurden noch weitere Details auffällig, wie dass die Steckdosen auf den Bildern nicht der deutschen Ausführung entsprachen und der Personalausweis eine völlig andere Schriftart aufwies als üblich.

Die Sache flog auf! Betrug! Da wollte nur jemand schnell an Geld kommen – sonst nichts.

Auf der einen Seite also enttäuschte Gesichter – aber auch irgendwie erleichtert, der Sache nicht auf den Leim gegangen zu sein.  Also gerade nochmal gut gegangen!

Keine Ahnung ob Dich gerade auch irgendwas bzgl. Wohnung beschäftigt?
Vielleicht bist Du ebenfalls gerade auf Wohnungssuche oder renovierst vielleicht Deine Wohnung derzeit - scheint ja aktuell auch irgendwie im Trend zu liegen.

Mich hat das Thema Wohnung jedoch in einer ganz anderen Weise angesprochen – und möchte Dich da mit hineinnehmen und zunächst fragen:
Hast Du Dir schon einmal Gedanken gemacht,
wo Du einmal die längste aller Zeiten wohnen wirst?

Dazu möchte ich nun den ersten Teil eines Bibeltextes lesen.
Die Situation aus dem Text handelt von den Jüngern und vom Abschiednehmen von Jesus. Was danach kam, war der Leidensweg Jesu, die Kreuzigung, Grablegung, Auferstehung, Himmelfahrt
– ach so vieles was die Jünger erwartete und wo sie noch überhaupt keinen Plan davon hatten.

Genau dort – in der Zeit der maximalen Verunsicherung - knüpft der Text nun an und ich lese aus Johannes 14, 1-4:

1 »Seid nicht bestürzt und habt keine Angst!«, ermutigte Jesus seine Jünger. »Glaubt an Gott und glaubt an mich!
2 Denn im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Sonst hätte ich euch nicht gesagt:
Ich gehe hin, um dort alles für euch vorzubereiten.
3 Und wenn alles bereit ist, werde ich zurückkommen, um euch zu mir zu holen. Dann werdet auch ihr dort sein, wo ich bin.
4 Den Weg dorthin kennt ihr ja.«

Also der Wohnungsmarkt im Himmel ist schon mal nicht umkämpft, denn da steht doch tatsächlich - sinngemäß:
Jesus geht hin um diese, Deine Wohnung vorzubereiten.
Und wie wir ja vielleicht noch wissen:  Jesus hat da n’ bissel Ahnung davon – Er ist ja gelernter Zimmermann.

 Doch eines ist Jesus wohl im Text sehr wichtig zu erwähnen und er will hier, dass darin Gewissheit besteht, wenn er sagt:
„Den Weg dorthin kennt ihr ja!“

Genau genommen aber ist irgendwie ziemlich klar, dass die Jünger hierzu fragen haben, oder?
Traut sich nun wer Fragen dazu zu stellen?
Der Jünger Thomas rückt damit heraus und will es ganz genau wissen:

In Vers 5 steht:
»Nein, Herr«, widersprach ihm Thomas, »wir wissen nicht einmal, wohin du gehst! Wie sollen wir dann den Weg dorthin finden?«
By the way: Der Name Thomas bedeutet „Zwilling“

Ich hoffe Du bist hier der „Zwilling“ von ihm, der sich ebenfalls diese entscheidende Frage gestellt hat – und wenn nicht – sich diese heute noch stellt:
Wie finde ich zu Gott, dem liebenden Vater, um bei IHM zu sein in seinem Haus?
Wie kann dieses Wunder zugehen um genau dorthin zu gelangen?

Im weiteren Text in Vers 6 u. 7 lesen wir die Antwort darauf,
die Jesus den Jüngern - und auch Dir gibt:

Jesus antwortete:
»Ich bin der Weg,
    ich bin die Wahrheit,
          und ich bin das Leben!
              Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.

Wenn ihr mich kennt, werdet ihr auch meinen Vater kennen.“

Dein ganz persönlicher Weg führt zu allererst und direkt zu Jesus.
Und was immer auch andere sagen:

Es ist Jesus allein!

Da braucht es keine Vorauskasse, keine Kautionszahlung, keine Renovierungs ToDo-Liste, Leistungsbeschreibungen und dessen Abarbeitung bis Du es Dir dann endlich verdient hättest.

Ganz schlicht und unspektakulär, aber sehr persönlich:
ER, dieser einzige und auferstandene Herr des Lebens, Jesus, ist der Weg. Zu Ihm allein gilt es zuerst zu gehen!

Darf ich Dir noch weiteren Mut machen, denn dies ist längst nicht alles, was Gott durch Jesus für uns vorbereitet hat!
So lesen wir nämlich im weiteren Verlauf des Textes in Johannes 14, in den Versen 16 u. 17,  von einer weiteren Wohnungsnahme:

16 Dann werde ich den Vater bitten, dass er euch an meiner Stelle einen anderen Helfer gibt, der für immer bei euch bleibt.
17 Dies ist der Geist der Wahrheit. Die Welt kann ihn nicht aufnehmen, denn sie ist blind für ihn und erkennt ihn nicht.
Aber ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch leben.

Das was damals noch unbegreiflich erschien ist dann an Pfingsten eingetroffen. Völlig anders, völlig ergreifend, völlig belebend!
Der Geist der Wahrheit – wie er hier genannt wird, ist der der Heilige Geist. Und es heißt von ihm: „und er wird in euch leben“

So wie Du in Deiner Wohnung lebst, diese ausgestaltest, immer wieder erneuerst, so möchte auch der Heilige Geist in Dir wohnen. Doch Paulus weißt uns in diesem Zusammenhang auf sehr Wichtiges in Bezug auf den Heiligen Geist hin - und wir lesen in 1. Korinther 6, Vers 17,19 und 20:

17 Wenn ihr in enger Verbindung mit dem HERRN lebt, werdet ihr mit ihm eins sein durch seinen Geist.
19 Oder habt ihr etwa vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den euch Gott gegeben hat?
Ihr gehört also nicht mehr euch selbst.
20 Gott hat euch freigekauft, damit ihr ihm gehört; lebt deshalb so, dass ihr mit eurem Körper Gott Ehre bereitet.

Zum einen wird hier nicht nur von einer schlichten Wohnung gesprochen, sondern sogar von einem Tempel.  Der Tempel war ja früher die Begegnungsstätte mit Gott.
Dieses drückt für mich eines ganz klar aus: Gemeinschaft und Vertrautheit!
Seinem Heiligen Geist Raum zu geben in uns, das schafft Vertrautheit mit IHM, dem himmlischen Vater.

Gerade in dieser aktuellen Zeit, wo die Ratlosigkeit der Ratlosen zunimmt, möchte ich uns ermutigen, wieder ganz neu diesen Stellvertreter von Jesus, diesen Ratgeber und Tröster, diesen Gabengeber und Bevollmächtiger, ganz neu einzuladen Wohnung zu nehmen in Dir.
Eindringlich bitte ich sogar: Ringe darum!

Wünsche Dir nun - geistlich gesehen -: Fröhliches Renovieren!
Und Renovieren - im Duden nachgeschlagen - kommt aus dem lateinischen Wort renovāre und bedeutet:
Neu machen, erneuern, verändern, verwandeln, wiederherstellen.

Genau dies will der Heilige Geist in Dir tun.
Immer. Und immer wieder neu.
Sei gesegnet in Jesus!

 

Autor: Tilman Kocher

Weiterlesen …

Wie lange sollen die Menschen noch auf uns warten?

 

Eigentlich sollte hier ein anderer Impuls stehen, aber als ich diesen Artikel im „echo“ des Missionswerkes Bruderhand las, wußte ich, dass er dran ist.

Mit freundlicher Genehmigung dürfen wir ihn hier verwenden. Wir tun dies hier Auszugsweise.

Gesegnetes Lesen - Rolf

 

Wie lange sollen die Menschen noch auf uns warten?

„Mache den Raum deines Zeltes weit. Spare nicht!!"
Das ist der bleibende Ruf Gottes an Seine Gemeinde. Mach Deine Pläne groß genug, damit Gott „hineinpasst". Kleinglaube, schmalspuriges Handeln und unangebrachte Vorsicht sind jetzt nicht dran. Denn Zeiten, in denen das Evangelium in unserem Land ungehindert verkündigt werden kann, solche Zeiten werden offensichtlich wieder weniger. Noch aber könnten wir jeden Menschen in Europa mit dem Evangelium erreichen!

Alle könnten erreicht werden!

Was könnte Gott tun, wenn jetzt alle Gotteskinder ganz bei der Sache wären!

Was könnte geschehen, wenn alle aufwachten und jetzt das täten, wozu Gott uns hier auf der Erde bleiben ließ und wozu er uns aus­rüsten möchte!

Ach, ER hat uns längst ausgerüstet! Aber nur die verstehen es, die sich in den Kampf begeben!

Wie viele Menschen könnten für den Himmel gerettet werden, wenn sich alle Erntehelfer zusammentäten. Ach, würden wir jetzt loslegen! Wir haben nichts zu verlieren.

Wir können nur gewinnen. Zeit, die wir jetzt investieren, wird im Himmel wieder­gefunden und nicht bereut. Was wir geben, geben wir auf Ewigkeitskonten. Was wir jetzt weggeben, das werden wir im Himmel wiederfinden. Mit Zinsen, mit sehr hohen Zinsen!

Würden wir nur das Richtige tun und das Verkehrte lassen!

Gemeinden, die sich um die Welt außerhalb ihrer Mauern kümmern, werden zu den überlebenden gehören. Wer aufhört, allein um seine Existenz besorgt zu sein, hat verstanden, warum Gott uns noch auf dieser Erde leben ließ. Gotteskinder und Gemeinden, die meinen, dass die Zeit für Gottes große Taten, die Er zusammen mit uns tun will, noch nicht gekommen sei, die werden in Bedeutungslosigkeit versinken.

Wenn wir die draußen nicht kriegen, dann bekriegen wir uns drinnen.

Der Beginn einer wirklichen missionarischen Bewegung in unserem Land würde dem gegenseitigen Zerfleischen und dem Verunglimpfen anderer Glaubensgeschwister ein Ende setzen! Zeiten der Erquickung würden folgen, auf die wir schon so lange warten.

Setzen wir alle verfügbaren Kräfte ein, aller Kreatur das Evangelium zu verkünden.

Gehen wir auf die zu, die verloren sind, machen wir uns an die heran, die längst auf uns warten! Gewinnen wir unser Land für JESUS, bevor andere Mächte es für sich einnehmen!

Legen wir endlich los!

Saat- und Erntezeit ist jetzt.

Nicht erst morgen sollen wir tun, was wir heute tun sollten.

Stehen wir auf für JESUS und Sein Reich in unserem Land! Lassen wir uns einreihen in die Schar derer, die nicht fliehen.

  • Wenn du beten kannst,
    dann bete für die Verlorenen und für die Soldaten Christi an der Front!
  • Wenn du selber gehen kannst,
    dann gehe zu den Menschen und erwarte, dass Gott dich gebraucht!
  • Wenn Du finanziell gesegnet bist,
    dann lass Dein Geld nicht zu lange ungenutzt, damit es nicht von Motten zerfressen wird!

Setze das frei, was Gott mächtig gebrauchen und vervielfältigen wird!

 

Was ist Dein Auftrag?

 

 

 

 

 

Weiterlesen …