Impuls

Durchhalten um ans Ziel zu kommen

„Da kam der Engel des Herrn ein zweites Mal, berührte ihn und sagte: »Steh auf und iss, denn vor dir liegt eine lange Reise!«  1. Könige 19,7

 

Drei Fragen hierzu:

  1. Wem sagt der Engel das?

  2. Warum sagt er das?

  3. Was heißt das für uns?

 

1. Wem sagt er das:

Ein kurzer stichpunktartiger Blick zurück im Leben dieses Propheten.

  • Die Ansage an König Ahab, dass es in Israel nicht mehr regnen wird, bis es Elia wieder sagt.
  • Die Aufforderung Gottes, sich – mit Versorgung durch Raben- am Bach Krit verstecken.
  • Nachdem der Bach ausgetrocknet ist, schickt Gott ihn zu einer Witwe, dass sie ihn versorgt. Verbunden mit der Zusage: Das Mehl Topf wird nicht ausgehen und das Öl im Krug ebenfalls nicht.
  • Dann wird ihr Kind krank und stirbt. Elia wirft/betet sich 3 x auf dem Jungen und bittet Gott, dass er ihm wieder das Leben schenkt. Und er tut es !!
  • So bleibt Elia drei Jahre (!) bei der Witwe.
  • Die Ansage zu Ahab zurückzugehen (der ihm nach dem Leben trachtet!) und: er geht zurück. Ohne Angst und Scheu vor dem König.
  • Showdown auf dem Karmel als die 450 Baalspriester trotz Ekstase keinen Erfolg mit dem Opfer haben. Elia ist an der Reihe, läßt noch Wasser über das Opfer leeren,sodass der Graben darum noch voll Wasser ist, betet, und Gott läßt Feuer vom Himmel fallen das alles verzehrt. Alle 450 Baalspriester werden getötet.
  • Isebel (Ahabs Frau) schwört Rache. Und jetzt das scheinbar unbegreifliche: Elia hat Angst und flieht.

Flieht 200 km nach Beerscheba, sinkt unter einem Ginsterstrauch zusammen, und will nur noch streben. Vermutlich ein Paradebeispiel für einen völligen BurnOut.

Ja, das gibt es auch bei Menschen die mit Gott unterwegs sind.
Vielleicht liegt es bei Elia an dessen Angst, statt wie bisher weiter Gott zu vertrauen!
Angst lähmt und ist kein guter Ratgeber.

Jesus sagt: “In der Welt habt ihr Angst, aber ich habe die Welt überwunden.” Joh. 16,33

Wir haben, wenn wir zu Jesus gehören, die Welt mit IHM überwunden,
und Angst darf und soll uns nicht mehr quälen!

 

2. Warum sagt er das ?

Weil Gott mit Elia noch was vorhat! Der Weg ist noch nicht zu Ende!

Jetzt ist nicht sterben angesagt. Auch nicht Trübsal blasen, und erst recht keine Selbstbemitleidung.
“Steh auf” – Elia erheb Dich, beweg Deine Glieder, lass Dich nicht mehr hängen sondern raff Dich auf – (das ist wie so ein kleiner verbaler Tritt in den Hintern)
“.. und iß” – stärk Dich Elia.

Er ist völlig unten mit seinen Kräften, und “ohne Mampf keinen Kampf”, denn: “Du hast eine lange Reise vor Dir.”

Und ja, Gott rüstet ihn aus dazu. Mit dem vermutlich besten und nahrhaftesten Toastbrot, das diese Welt ja gesehen hat.
Aus Gottes Backofen!

Und dann geht er ab. Und wie!

Er läuft (ohne Nahrungsaufnahme dazwischen) über 400 km (!) auf den Berg Horeb. Dort begegnet ihm -in einer grandiosen Art und Weise- Gott, und gibt ihm eine neue Aufgabe.  (Lest selber weiter in 1. Kön. 19 ff)

 

3. Was heißt das für uns?

Kennen wir möglicherweis solche Situationen wie sie Elia erlebt?
Obwohl wir vielleicht auch schon das ein oder andere Mal „großes“ mit Gott erlebt haben.
Und dann plötzlich ausgebrannt, kraft-, saft-, mutlos, und deprimiert, sind?

Ich denke dies Wort an Elia gilt tatsächlich auch für uns heute.
„Steh auf“
– die Zeit des “sich-hängen-lassens” soll nicht endlos sein, sondern ein Ende haben!
Elia, durfte sich nach dem 1. „Geweckt-werden“ von dem Engel nochmals hinlegen.
Nach dem 2. Mal nicht mehr!

Deshalb: “Liegen bleiben”  ist nicht auf Dauer angesagt!
Beweg Dich! Steh auf! Raff Dich auf!
Gott hat noch was vor mit Dir, und mit uns!

Gott sah, dass Elia wieder zu Kräften kommen musste.
Gott sieht wenn Du, wenn wir wieder zu Kräften kommen müssen.
Und so wie es ihm bei Elia nicht egal war, es ist ihm bei uns- bei Dir und mir nicht egal.

“… und iß”

Nein, kein geröstetes Brot, sondern iß vom Brot des Lebens.
“Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort Gottes- das soll unsere Nahrung sein.

Das sollen wir zu uns nehmen, dass es uns zur Stärkung wird, uns die Kraft gibt, die wir zum weitergehen brauchen.

Auch hier gilt: Ohne Mampf kein Kampf!
Wenn Elia nicht gegessen hätte, wäre er verhungert und gestorben.

Wenn Christen meinen, ohne sein Wort zu lesen, überleben zu können, dann ist das schlich nicht möglich. Wir verhungern geistlich und sterben geistlich.
Und ich hab die Befürchtung, dass es so viele Hungerkünstler unter uns Christen gibt, die schlicht sein Wort nicht lesen.
Vielleicht aus dem Denken, das nicht zu brauchen, “weil wir ja erlöst sind…”?!
Und sich dann wundern, wenn der Glaube lau, fade, kalt und langweilig wird.

“…vor Dir liegt eine lange Reise!” sagt Gott zu Elia.

Elia musste durchhalten um ans Ziel zu kommen! Dazwischen konnte er keine Nahrung zu sich nehmen-warum auch immer!?
Deshalb sollte er essen!

Ich möchte hier erinnern und eine Parallele ziehen zu den vielen Geschwister die unter Verfolgung leiden. Die keine Möglichkeit haben sich aus Gottes Wort zu stärken, weil sie u.U. gar keine Bibel mehr haben…
Die sich u.a. mit auswendig gelernten Bibelversen gegenseitig stärken und ermutigen.
Wer sagt uns denn, dass die Freiheiten bei uns immer so bleiben wie sie aktuell sind?! - Selbstverständlich ist das bei Weitem nicht!!

Und ich möchte an das Gleichnis der 10 Jungfrauen erinnern.
Bei 5 von Ihnen ging das Öl in der Lampe aus und sie standen nachher vor verschlossener Tür! (Matt. 25,1-13)
Genau davor will uns Gott, unser Vater bewahren.

Deshalb diese zweite Aufforderung:
„..iß“ von diesem Leben-spendenden Wort.

Es will und wird Dich stärken, trösten, ermutigen, kräftigen, … ja schlicht am Leben erhalten.

So wünsche ich Dir und uns, für die vor uns liegende Sommerzeit einen Heißhunger nach dieser Speise, einen “guten und segensvollen Appetit”,
und dass wir alle -wie Elia- dort ankommen, wo Gott uns haben möchte!

 

 

Seid alle herzlich gegrüßt - auch vom gesamten Ausschuß -
Euer Rolf

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IMPULS zur Zeit

IMPULS zur Zeit

Liebe Mitglieder, Mitarbeiter und Freunde unseres CVJM,

in Zeiten von Corona erleben wir, wie das Leben im so völlig ungewohnten und ausgebremsten Zustand eine bislang kaum gekannte, aber nicht unbedingt immer nur negative Taktung bekommt.

Vieles scheinbar Selbstverständliche hat plötzlich, und im Angesicht des Mangels eine ganz neue Bedeutung und Gewichtung.
So erleben oder erleiden wir alle seit einigen Wochen,
wie wertvoll und wie wichtig Begegnungen sind - und wie sehr sie uns fehlen.

Ich bin dieser Tage beim Lesen im 1. Samuel auf eine auf den ersten Blick unbedeutende Begegnung gestoßen, die mir beim zweiten Blick aber sehr bedeutsam wurde, und welche ich gerne mit Euch teilen möchte. Sie steht in 1. Samuel 9 und 10, die Berufungsgeschichte von Saul.

Was war passiert…?:

Auf der Suche nach verloren gegangenen Eselinnen seines Vaters, ist Saul mit seinem Knecht unterwegs und trifft auf den Propheten Samuel, um ihn um Rat für die Suche zu fragen.

Dem voraus ging:
Der Herr hatte Samuel aber am Tag zuvor gesagt:
»Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Gebiet von Benjamin zu dir senden.
Salbe ihn zum Anführer meines Volkes Israel. Er wird es vor den Philistern retten, denn ich habe Erbarmen mit meinem Volk und habe seine Schreie gehört.«
Als Samuel Saul bemerkte, sagte der Herr: »Das ist der Mann, den ich dir angekündigt habe! Er wird über mein Volk herrschen.« (1. Sam. 9, 15-17)

Samuel weiß also um ein Treffen das Gott arrangieren wird.
Und er bekommt, als Saul ihm entgegen läuft die Ansage, das ist er.

In diesem Augenblick trat Saul im Torweg auf Samuel zu und fragte: »Kannst du mir bitte sagen, wo ich das Haus des Sehers finde?«
»Ich bin der Seher!«, antwortete Samuel. »Geh vor mir her auf die Anhöhe zur Opferstätte, wir wollen heute zusammen essen. Am Morgen werde ich dir sagen, was du wissen willst, und dich deines Weges ziehen lassen.
Und mach dir keine Sorgen um die Eselinnen, die vor drei Tagen verloren gingen, denn sie sind bereits wiedergefunden worden. Und wem gehört alles Wertvolle in Israel? Gehört es nicht dir und deiner ganzen Familie?«
Saul antwortete: »Aber ich stamme doch nur aus Benjamin, dem kleinsten Stamm in Israel, und meine Familie ist die unbedeutendste von allen Familien dieses Stammes! Warum sagst du so etwas zu mir?«
Samuel brachte Saul und seinen Knecht in die Halle und ließ sie an der Stirnseite des Tisches vor 30 geladenen Gästen Platz nehmen.
Dann wies er den Koch an: »Bring das Stück Fleisch her, das du zurückbehalten solltest.«
Der Koch brachte ein besonders gutes Stück Fleisch herein und legte es Saul vor. »Nimm es und iss«, sagte Samuel. »Ich habe es schon für dich zurücklegen lassen, als ich die anderen einlud.« Da aß Saul an jenem Tag mit Samuel. (1.Sam 9. 19-24)

Saul trifft also nicht nur direkt auf den Propheten den sie suchen, sondern
- wird völlig überraschend zu einem festlichen Dinner eingeladen,
- bekommt den ersten Platz-an der Stirnseite der Tafel zugewiesen,
- bekommt das beste, bereits für ihn reservierte Stück Fleisch, und
- eine Übernachtung gratis dazu.

Am anderen Morgen, als die beiden dann allein waren, heißt es:
Dann nahm Samuel ein Fläschchen Öl und goss es über Sauls Kopf aus. Er küsste ihn und sagte: »Ich tue das, weil der Herr dich zum Anführer seines Volkes Israel gesalbt hat. (1.Sam. 10,1)-

Was für eine Geschichte!!
Während der eigentlichen Suche nach ausgebüchsten Eseln, wird der junge Saul zum ersten König von Israel gesalbt!
Er, der selber völlig unverständlich zu Samuel sagt: „Aber ich stamme doch nur aus Benjamin, dem kleinsten Stamm in Israel, und meine Familie ist die unbedeutendste von allen Familien dieses Stammes!“
Vielleicht hat er sich gefragt:
Warum ich? Wer bin ich denn, dass …? Was hat da Gott mit mir vor – und Wozu?

Hast Du Dich das vielleicht in der einen oder anderen Situation auch schon gefragt?
Warum ich..?  Warum so..?  Und: Wozu…?

Und Gott lässt ihm durch Samuel noch drei prophetischen Zusagen für seinen Heimweg zukommen. Sozusagen als Bestätigung dessen was da jetzt alles geschehen ist.
Ich glaube Gott weiß, dass Saul diese Bestätigung jetzt braucht.

Aber die „Antwort“ auf sein Fragen bekommt Saul, als er sich von Samuel verabschiedet:
Als Saul sich zum Gehen wandte, verwandelte Gott sein Herz, ….“ (1.Sam. 10,9)

Die Begegnung Gottes mit Saul durch die Salbung von Samuel bleibt also nicht folgenlos!

Gott verwandelt sein Herz, das Zentrum des Wesens von Saul.

ER, der das Herz ansieht, wo wir Menschen nur sehen was vor Augen ist,
ER, der uns durch und durch kennt, dem wir kein X für ein U vormachen können – auch nicht müssen.
ER, der möchte, dass wir IHN von ganzem Herzen lieben,
ER verwandelt Sauls Herz in eines das IHN liebt, IHM gehorsam ist,
weil er ohne IHN nichts tun kann was Frucht bringt.
Das zeigt die weitere Geschichte Sauls eindrücklich.

Und das gilt auch heute noch:
Die Begegnung Gottes mit uns- mit Dir und mir- bleibt nicht folgenlos!
Wo er in seinem Wort zu uns redet, wo ER uns beauftragt, in einen Dienst, in eine Aufgabe stellt
– ob scheinbar groß oder klein - da geschieht Wunderbares:
Da verwandelt ER unser Herz.
Da werden wir eins mit IHM.
Da gilt Jesu Wort aus Joh. 15,5.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Daher möchte ich Dich ermutigen:
nimm Dir doch in dieser noch begegnungsarmen Zeit, SEIN Wort zur Hand.
Lies darin! Hör auf IHN!
Und dann möge ER Dir eine Begegnung schenken die nicht nur folgenlos bleibt, sondern zum Segen für Dich wird.

Übrigens:
Sauls Knecht hatte ihm den Vorschlag gemacht zu Samuel zu gehen.
Gut auch mal auf den „Knecht“ zu hören!
Und - es lohnt sich die Geschichte mal ganz zu lesen!

Seid auch vom gesamten Ausschuß alle herzlich gegrüßt -
Euer Rolf

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Glückselig sind ...

Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!

Matthäus 5,8 (nach Schlachter 2000 Übersetzung)

 

Kennen wir das alte Kindergebet noch:
„Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“

Wenn Jesus drin wohnen darf, in unserem Herzen, nicht nur als Gast sondern als Hausherr – und nicht weniger will er (!)- dann beginnt er auszumisten.
All das was nicht reingehört.
All das was ihm Platz wegnimmt.
All den Schmutz für den ER am Kreuz sein Leben gelassen hat – für Dich!
All die Zimmer die vielleicht schon vielen Jahre vollgestopft sind mit irgendwelchen Dingen (Schuld, Sünde,…) und an die wir uns unter Umständen auch gar nicht mehr erinnern, aber die Er nicht haben möchte in seiner Wohnung.
Weil uns das trennt von ihm.
Weil Licht und Dunkelheit nicht zueinander passen.
Und weil uns das in der Nachfolge Vollmacht raubt.

All das zeigt er uns, wenn wir so kindlich bitten, „mein Herz mach rein“.

Denn den Platz freischaufeln, tatsachlich den Mist ausräumen – Schuld benennen und bekennen, das ist Sache zwischen Dir und IHM.
Er wartet so sehr drauf!

Aber dort wo das geschieht, dort sind und werden Herzen rein.
Dort kehrt Frieden und Vergebung ein.
Dort ist „Glückseligkeit“.
Dort und denen gilt : „…sie werden Gott schauen!

Den Gott, der uns in Jesus seine Kinder nennt, zu dem wir Vater, Papa sagen dürfen.
Der zusagt, jeden Tag bei und zu sein, bis ans Ende der Welt.
Den Gott, der die Geschichte dieser Welt, wie er es vorhergesagt hat, vollendet, Seine Kinder, Seine Gemeinde zurechtbringt und vollendet.
Den Gott, der wiederkommen wird.

Bist Du glückselig?

 

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