Übergangszeit

von Admin

Vorletzte Woche, als es deutlich kühler wurde, war es wieder mal an der Zeit die Heizung einzuschalten. Doch die Heizkörper wurden nicht mehr richtig warm. Auch nach einigen Durchspülversuchen stellte sich der gewünschte Zustand nicht ein. Es klappte einfach nicht mehr mit der Vorgehensweise, die ich schon ein paar Mal mit Erfolg angewendet hatte. Was also tun? Meine Gedanken kreisten …, gibt es vielleicht jemand im Bekanntenkreis, der sich damit auskennt oder doch besser gleich einen Fachbetrieb ordern? Plötzlich dachte ich daran, dass ich doch mit meinen Alltagsnöten ja auch zu meinem himmlischen Vater kommen kann – und vor der Heizanlage stehend betete ich spontan dafür. Ich hatte kaum ausgesprochen, sah ich plötzlich zwei Abdeckungen auf der Rückseite, welche ich noch nie in diesem Zusammenhang wahrgenommen hatte. Eigentlich könnte ich hier nun mit dem Erzählen darüber aufhören, denn die Fortsetzung kann sicherlich erraten werden ;-)
Und Ja, es läuft nun wieder rund und alles ist wohlig warm im Haus wie schon lange nicht mehr.

Solch ein Heizkreislauf ist ja an sich ein geschlossenes System und man sollte meinen, dass hierin alles stetig gleichbleibend verläuft und so gut wie keine äußeren Einflüsse einwirken können. Weit gefehlt! Während dem Durchspülen, färbte sich das Wasser unglaublich dunkel und Mengen von Ablagerungen kamen ans Licht.

Vielleicht kennst Du ja das Gefühl – im übertragenen Sinn - aus Deinen eigenen Erfahrungen, dass sich manches langsam aber sicher immer weiter abkühlt und nicht mehr gut anfühlt. Dass da was nicht mehr rund läuft, die Zirkulation nicht stimmt, fast zum Erliegen kommt. Vielleicht stehst Du ja gerade selbst ganz präsent in solch einer Situation, eventuell bei Deiner Arbeitsstelle oder in der Familie, der Ehe oder in Bezug auf Dein Leben mit Jesus?

Ich möchte Dich an folgender persönlicher Erfahrung teilhaben lassen, denn es gibt immer Hoffnung und Zuversicht!

Für mich war die Erfahrung des Freispülens der Leitungen mehr, als nur ein handwerklicher Erfolg; es ist für mich ein Beispiel im geistlichen Bereich, welche ich im Rückblick auf eine persönliche Erfahrung hier gerne teilen möchte.

Bei Vielem in meinem Leben nahm ich für mich wahr, dass es rund zu laufen scheint. Geprägt von vielem Tun und Schaffen war ich eigentlich in einem wohltuenden Kreislauf. Auch meine Beziehung zu Jesus, so dachte ich, war eigentlich ganz in Ordnung. So ging es auch etliche Jahre in Familie, Beruf, CVJM, Gemeinde, recht passabel voran – mit wachsender Verantwortung.
Doch manchmal verändern sich die Dinge, geraten ins Stocken, plötzlich herrscht Gegenwind. Ungekanntes, welches dann innerlich plötzlich mächtig „zusetzt“. Da geht einem so richtig die „Pumpe“. Da ist auf einmal mehr Last als Lust und man merkt, obwohl man regelrecht die eigene Drehzahl hochsetzt, dass es nicht mehr rund läuft. Auch körperliche Signale wurden deutlicher.

Plötzlich ging überhaupt nichts mehr. Samstag morgens in der Dusche. Schwächeanfall. Regelrecht zusammengeklappt. Da war so gar nichts mehr mit eigener Kraft möglich.

Was ich in dieser Zeit jedoch erfahren durfte, hat mich tief geprägt. So durfte ich an diesem Tiefpunkt die Beziehung zu Jesus ganz neu erfahren. Nicht weil ich etwas dazu konnte, sondern wie bei einem erhaltenen Geschenk: Man darf es einfach öffnen. – Und ziemlich real: Es lag einfach plötzlich an der Ecke auf dem Wohnzimmertisch. Niemand war da, der es bewusst hergelegt hatte. Es war einfach da – ein kleines Büchlein – ganz unscheinbar, aber mit kraftvollem Inhalt und einem Titel, der mich in dieser Situation sehr ansprach: „Bete Gott an und lebe im Sieg
Dieses Büchlein hatte ich in Nullkommanix verschlungen und der Inhalt führte mich geradewegs in die Worte der Bibel und vor den himmlischen Vater.

Da stand zum Beispiel der Text aus Römer 11, 33 - 36:
„Wie groß ist doch Gott! Wie unendlich sein Reichtum, seine Weisheit, wie tief seine Gedanken! Wie unbegreiflich für uns seine Entscheidungen und wie undurchdringlich seine Pläne! Denn »wer kann Gottes Absichten erkennen? Oder wer hat ihn je beraten?«
»Wer hat Gott jemals etwas gegeben, das er nun von ihm zurückfordern könnte?«
Denn alles kommt von ihm, alles lebt durch ihn, alles vollendet sich in ihm.
Ihm gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit! Amen.“

Auch das bekannte „Vater unser“, welches ja eine Anleitung zum Gebet darstellt, hebt die Anbetung gleich zu Anfang hervor (Matthäus 6, 9ff):
„Ihr sollt deshalb so beten: Vater unser im Himmel! Geheiligt werde Dein Name.
Lass dein Reich kommen. Dein Wille geschehe hier auf der Erde, so wie er im Himmel geschieht.“ …

Ich begann also in diesen Tagen Gott anzubeten. Es klingt vielleicht seltsam wenn ich das so schreibe, denn Beten war mir nichts Unbekanntes - aber Anbetung war mir eigentlich ziemlich fremd.
Oh ja, es mag ziemlich abgehoben klingen. Aber ganz im Ernst, das war es wirklich auch!
Ich kann an dieser Stelle nur sehr unzureichend beschreiben, was da alles in der Folgewoche genau geschah. Aber anstatt im Tief meines Zustandes dem seelischen Dauerjammer die Oberhand lassen zu müssen, durfte ich in der Anbetung dieses liebenden und herrlichen Vater-Gottes starke innere Ausrichtung und Heilung erfahren.
Anstatt im eigenen Kreislauf bleiben zu müssen, hatte der himmlische „Seelenklempner“ die innere Dunkelheit gelichtet. Bereits eine Woche später konnte ich erste Schritte tun und wieder zur Arbeit gehen.

Gott anzubeten macht mir Freude und lerne ich immer mehr, denn ER ist unaussprechlich gut!
Anfangs jedoch fand ich kaum Worte und war schnell in Formulierungen, in denen es um mich, meiner, mir ging. In vielen Bereichen meines Lebens durfte ich inzwischen so viel Ermutigendes erfahren.
Im Himmel wird außerdem unablässig angebetet und auch der Gegenspieler Gottes weiß sehr genau um diese Kraft! Lies in diesem Hinblick mal Lukas 4, 7+8.

Lass Gottes Reich sich ausbreiten - in Deinem Herzen und Deinem Umfeld – auch hier in Perouse.
Ich möchte Dich ermutigen mit einzustimmen, um dem Herrn aller Herren Ehre zu geben.
Werde ein „Anbeter“ - heute noch. Es gibt allen Grund dazu:

Darum hat Gott ihn (- Christus Jesus -) auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“   Philipper 2, 9 – 11

 

Euer Tilman

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