IMPULS zur Zeit

von Admin

IMPULS zur Zeit

Liebe Mitglieder, Mitarbeiter und Freunde unseres CVJM,

in Zeiten von Corona erleben wir, wie das Leben im so völlig ungewohnten und ausgebremsten Zustand eine bislang kaum gekannte, aber nicht unbedingt immer nur negative Taktung bekommt.

Vieles scheinbar Selbstverständliche hat plötzlich, und im Angesicht des Mangels eine ganz neue Bedeutung und Gewichtung.
So erleben oder erleiden wir alle seit einigen Wochen,
wie wertvoll und wie wichtig Begegnungen sind - und wie sehr sie uns fehlen.

Ich bin dieser Tage beim Lesen im 1. Samuel auf eine auf den ersten Blick unbedeutende Begegnung gestoßen, die mir beim zweiten Blick aber sehr bedeutsam wurde, und welche ich gerne mit Euch teilen möchte. Sie steht in 1. Samuel 9 und 10, die Berufungsgeschichte von Saul.

Was war passiert…?:

Auf der Suche nach verloren gegangenen Eselinnen seines Vaters, ist Saul mit seinem Knecht unterwegs und trifft auf den Propheten Samuel, um ihn um Rat für die Suche zu fragen.

Dem voraus ging:
Der Herr hatte Samuel aber am Tag zuvor gesagt:
»Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Gebiet von Benjamin zu dir senden.
Salbe ihn zum Anführer meines Volkes Israel. Er wird es vor den Philistern retten, denn ich habe Erbarmen mit meinem Volk und habe seine Schreie gehört.«
Als Samuel Saul bemerkte, sagte der Herr: »Das ist der Mann, den ich dir angekündigt habe! Er wird über mein Volk herrschen.« (1. Sam. 9, 15-17)

Samuel weiß also um ein Treffen das Gott arrangieren wird.
Und er bekommt, als Saul ihm entgegen läuft die Ansage, das ist er.

In diesem Augenblick trat Saul im Torweg auf Samuel zu und fragte: »Kannst du mir bitte sagen, wo ich das Haus des Sehers finde?«
»Ich bin der Seher!«, antwortete Samuel. »Geh vor mir her auf die Anhöhe zur Opferstätte, wir wollen heute zusammen essen. Am Morgen werde ich dir sagen, was du wissen willst, und dich deines Weges ziehen lassen.
Und mach dir keine Sorgen um die Eselinnen, die vor drei Tagen verloren gingen, denn sie sind bereits wiedergefunden worden. Und wem gehört alles Wertvolle in Israel? Gehört es nicht dir und deiner ganzen Familie?«
Saul antwortete: »Aber ich stamme doch nur aus Benjamin, dem kleinsten Stamm in Israel, und meine Familie ist die unbedeutendste von allen Familien dieses Stammes! Warum sagst du so etwas zu mir?«
Samuel brachte Saul und seinen Knecht in die Halle und ließ sie an der Stirnseite des Tisches vor 30 geladenen Gästen Platz nehmen.
Dann wies er den Koch an: »Bring das Stück Fleisch her, das du zurückbehalten solltest.«
Der Koch brachte ein besonders gutes Stück Fleisch herein und legte es Saul vor. »Nimm es und iss«, sagte Samuel. »Ich habe es schon für dich zurücklegen lassen, als ich die anderen einlud.« Da aß Saul an jenem Tag mit Samuel. (1.Sam 9. 19-24)

Saul trifft also nicht nur direkt auf den Propheten den sie suchen, sondern
- wird völlig überraschend zu einem festlichen Dinner eingeladen,
- bekommt den ersten Platz-an der Stirnseite der Tafel zugewiesen,
- bekommt das beste, bereits für ihn reservierte Stück Fleisch, und
- eine Übernachtung gratis dazu.

Am anderen Morgen, als die beiden dann allein waren, heißt es:
Dann nahm Samuel ein Fläschchen Öl und goss es über Sauls Kopf aus. Er küsste ihn und sagte: »Ich tue das, weil der Herr dich zum Anführer seines Volkes Israel gesalbt hat. (1.Sam. 10,1)-

Was für eine Geschichte!!
Während der eigentlichen Suche nach ausgebüchsten Eseln, wird der junge Saul zum ersten König von Israel gesalbt!
Er, der selber völlig unverständlich zu Samuel sagt: „Aber ich stamme doch nur aus Benjamin, dem kleinsten Stamm in Israel, und meine Familie ist die unbedeutendste von allen Familien dieses Stammes!“
Vielleicht hat er sich gefragt:
Warum ich? Wer bin ich denn, dass …? Was hat da Gott mit mir vor – und Wozu?

Hast Du Dich das vielleicht in der einen oder anderen Situation auch schon gefragt?
Warum ich..?  Warum so..?  Und: Wozu…?

Und Gott lässt ihm durch Samuel noch drei prophetischen Zusagen für seinen Heimweg zukommen. Sozusagen als Bestätigung dessen was da jetzt alles geschehen ist.
Ich glaube Gott weiß, dass Saul diese Bestätigung jetzt braucht.

Aber die „Antwort“ auf sein Fragen bekommt Saul, als er sich von Samuel verabschiedet:
Als Saul sich zum Gehen wandte, verwandelte Gott sein Herz, ….“ (1.Sam. 10,9)

Die Begegnung Gottes mit Saul durch die Salbung von Samuel bleibt also nicht folgenlos!

Gott verwandelt sein Herz, das Zentrum des Wesens von Saul.

ER, der das Herz ansieht, wo wir Menschen nur sehen was vor Augen ist,
ER, der uns durch und durch kennt, dem wir kein X für ein U vormachen können – auch nicht müssen.
ER, der möchte, dass wir IHN von ganzem Herzen lieben,
ER verwandelt Sauls Herz in eines das IHN liebt, IHM gehorsam ist,
weil er ohne IHN nichts tun kann was Frucht bringt.
Das zeigt die weitere Geschichte Sauls eindrücklich.

Und das gilt auch heute noch:
Die Begegnung Gottes mit uns- mit Dir und mir- bleibt nicht folgenlos!
Wo er in seinem Wort zu uns redet, wo ER uns beauftragt, in einen Dienst, in eine Aufgabe stellt
– ob scheinbar groß oder klein - da geschieht Wunderbares:
Da verwandelt ER unser Herz.
Da werden wir eins mit IHM.
Da gilt Jesu Wort aus Joh. 15,5.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Daher möchte ich Dich ermutigen:
nimm Dir doch in dieser noch begegnungsarmen Zeit, SEIN Wort zur Hand.
Lies darin! Hör auf IHN!
Und dann möge ER Dir eine Begegnung schenken die nicht nur folgenlos bleibt, sondern zum Segen für Dich wird.

Übrigens:
Sauls Knecht hatte ihm den Vorschlag gemacht zu Samuel zu gehen.
Gut auch mal auf den „Knecht“ zu hören!
Und - es lohnt sich die Geschichte mal ganz zu lesen!

Seid auch vom gesamten Ausschuß alle herzlich gegrüßt -
Euer Rolf

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